VTA und die Kunst der Nachhaltigkeit

Alle Probleme sind weg. Wir haben keinerlei Schwimmschlamm, zugleich werden Phosphorfällung und Schwefelbindung verbessert.

Harald Lugsteiner und VTA Berater Bernhard Scheuringer

Die ARA Imst in Tirol beweist: VTA Biosolit® ist ein Multitalent.

Zehn Tiroler Gemeinden sind im Abwasserverband Gurgltal Imst Inntal zusammengeschlossen. Im Laubfrosch- Interview verrät Geschäftsführer und Betriebsleiter Harald Lugsteiner, wie er Probleme im Anlagenbetrieb mithilfe von VTA nachhaltig gelöst hat – und wie er mit Schweißbrenner und Schmelzofen Kunst macht.

Herr Lugsteiner, was zeichnet die ARA Imst aus – und wie läuft's dort?

LUGSTEINER: Unsere ARA, Baujahr 1990, war ursprünglich eine zweistufige Kläranlage mit einer Hochlast-Belebung samt Zwischenklärung sowie einer Schwachlast- Belebung mit Nachklärung. 2006 bis 2008 wurde sie an den Stand der Technik angepasst. Vorfluter ist der Inn. Die Anlage ist auf 46.000 EW ausgebaut und im Jahresschnitt zu rund 77 % hydraulisch bzw. zu rund 73 % organisch belastet. Heute läuft sie problemlos und betriebssicher, das war allerdings nicht immer so.

Welche Probleme gab es?

LUGSTEINER: In erster Linie Schwimmschlamm. Wir haben Aluminiumsalze gegen die Fadenbakterien eingesetzt, aber im Gegenzug erhöhten sich dann stets die Phosphatwerte im Ablauf der Kläranlage. Ein zufriedenstellendes Gleichgewicht hat sich nicht eingestellt. Das hat sich erst geändert, als VTA ins Spiel kam. Anhand von Schlammanalysen wurden zwei Mischprodukte gefunden, die rasch Erfolge bei der Phosphorfällung, beim Schlammindex und gegen den Schwimmschlamm brachten.

Ganz am Ziel waren Sie damit aber noch nicht?

LUGSTEINER: Wir hatten damals sozusagen ein Sommer und ein Winterprodukt, die zur jeweiligen Jahreszeit für stabile Verhältnisse sorgten. Das machte aber Lagerhaltung, Handling und Logistik nicht gerade einfach. Ziel war deshalb ein einziges Produkt, welches das ganze Jahr über beste Ergebnisse liefert. Unser VTA-Betreuer Bernhard Scheuringer hat sich da mächtig ins Zeug gelegt und weitere Analysen vorgenommen. Dabei hat sich herausgestellt, dass ein Produkt aus der Biosolit-Reihe von VTA für uns ein perfekter Allrounder wäre. Und so war's dann auch.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit VTA Biosolit®?

LUGSTEINER: Ich kann nur sagen: Alle Probleme sind weg. Wir haben keinerlei Schwimmschlamm, zugleich werden Phosphorfällung und Schwefelbindung verbessert. Auch das Faulturmschäumen, das früher gelegentlich auftrat, ist jetzt Vergangenheit. Auf Extrembelastungen können wir nun extrem schnell reagieren und in der Belebung wird Energie eingespart, sogar mehr als erwartet.

Wie steht's um die Wirtschaftlichkeit?

LUGSTEINER: Wir betrachten VTA Biosolit® als eine Investition in die Betriebssicherheit, die sich auszahlt. Durch die Zugabe von VTA Biosolit® erhöht sich die biologische Phosphorelimination, somit kann die Produktdosierung verringert werden. Nicht zuletzt ist es auch eine Frage der Nachhaltigkeit, weil dieses Produkt einen Ladungsträger aus natürlich nachwachsenden Rohstoffen enthält und weil es CO2 im Schlamm bindet.

Auch das sind wichtige Aspekte, gerade bei uns in Tirol, in einer sensiblen Alpenregion.

Apropos Alpenregion: Holen Sie sich aus der Bergwelt Ihre Inspiration für Ihr zweites Standbein?

LUGSTEINER: Ja, die Tiroler Berge sind für mich schon inspirierend. Schließlich verwende ich für meine Bilder meistens Tafeln aus Sandstein, Marmor, Granit oder Schiefer, und in meinen Holzobjekten verarbeite ich z. B. Zirbenwurzeln. Für Materialcollagen nutze ich Edelstahl, Kupfer, Aluminium, Wismut und Zinn. Daher sind meine wichtigsten Werkzeuge nicht Pinsel und Farbe, sondern Schweißbrenner und Schmelzofen.

Stimmt es, dass Sie Ihre Kunstwerke sogar in Paris ausstellt werden?

LUGSTEINER: Ja, vom 20. bis 22. Oktober darf ich meine Arbeiten im Carrousel du Louvre präsentieren, wo sich die berühmte umgekehrte gläserne Pyramide befindet.

Praxisbericht aus dem Wissensmagazin der VTA Gruppe „Der Laubfrosch“, Ausgabe 77