VTA Biokat® - Mikroben nach Maß

Ein Beispiel aus Oberbayern zeigt, wie damit selbst hartnäckige Betriebsprobleme rasch und sicher zu lösen sind.

VTA Mitarbeiter mit Herrn Hubert Haas

Ein hochwirksames Fällmittel, das obendrein auch noch genau jene Mikroorganismen mitliefert, die eine Kläranlage benötigt – das gibt´s nur bei VTA. 

Seit knapp 30 Jahren setzt man in Oberau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen auf eine Teichkläranlage. Sie ist auf 4900 EW ausgebaut und verfügt neben einer mechanischen und einer biologischen auch über eine chemische Reinigungsstufe. Immerhin liegt das kommunale Klärwerk innerhalb der weiteren Schutzzone der Trinkwasserversorgung von München, und der Vorfluter – die Loisach – mündet 20 km weiter in den schönen Kochelsee.

Belastungsstöße, Störstoffe wie z. B. Tenside im Zulauf und dadurch verursachte Hemmungen in der Biologie machten der Teichanlage allerdings immer wieder heftig zu schaffen. „Wir hatten echt Probleme“, blickt Betriebsleiter Hubert Haaß auf unerfreuliche Zeiten zurück. Die sind nun vorbei, denn seit Herbst 2014 kommt in Oberau eine Produkt-Kombination von VTA zum Einsatz. Eine der beiden Säulen ist VTA Biokat®. Dieses patentierte Systemprodukt ist nicht bloß ein hocheffizientes Fällmittel, das eine gezielte, starke Phosphatfällung bewirkt: Darüber hinaus enthält es auch Mikroorganismen – und zwar genau jene, welche die Biologie des Oberauer Klärwerks benötigt bzw. die durch Störstoffe besonders in Mitleidenschaft gezogen werden.

Im Bioreaktor kultiviert

Welche das sind, wird zuerst in jedem Einzelfall durch eingehende mikroskopische Analysen erhoben. Die entsprechenden Bakterienstämme werden anschließend in der Biologie-Abteilung von VTA in einem eigenen Bioreaktor (Fermenter) kultiviert, gereift und schließlich der verwendeten Biokat-Spezifikation zugesetzt. So stärken diese Mikroorganismen gezielt die entsprechende Population in der biologischen Stufe der Kläranlage und sorgen für eine außerordentlich hohe Reinigungsleistung, speziell bei Stickstoff und CSB.

„Anders als bei einer Impfung mit Belebtschlamm aus anderen Kläranlagen erfolgt der Mikroben-Transfer mit dem Fällmittel VTA Biokat® zielgerichtet, spezifisch und ohne das Risiko, auch unerwünschte Mikroorganismen wie etwa Fadenbakterien mit einzuschleppen“, erklärt Bernhard Scheuringer, VTA-Mitarbeiter und Experte im technischen Außendienst. Er hat die Produktkombination für das Klärwerk Oberau maßgeschneidert.

Starke Flocken von innen heraus

Zweite Komponente neben VTA Biokat® ist die „Wunderwaffe“ VTA Nanofloc®. Das Produkt auf Nanotechnologie-Basis verhindert zuverlässig Flockenzerfall und damit Hemmungen in der Biologie, indem es die Flocke stärkt – nicht oberflächlich, sondern von innen heraus. So entstehen kompakte, stabile Flocken, denen Störstoffe nichts anhaben können. Die Dosierung von VTA Biokat® und VTA Nanofloc®wird ständig der aktuellen Zusammensetzung und Leistung der Biologie angepasst. Das ist möglich, weil laufende Messungen Aufschluss über Stör- und Hemmstoffe erlauben. „Hemmungen in der Biologie treten in vielen Kläranlagen auf, ohne dass die Verantwortlichen es wissen. Daher sollte man dem immer nachgehen“, empfiehlt VTA-Experte Scheuringer.

Dauerhaft im grünen Bereich

Was sich in Oberau dadurch geändert hat, bringt Hubert Haaß mit einigen Zahlen auf den Punkt: „Der Schlammindex ist innerhalb weniger Tage von mehr als 250 auf rund 100 ml/g gesunken und seither konstant dortgeblieben. Die Reinigungsleistung ist bei Stickstoff um 25 %, bei CSB sogar um rund 30 % gestiegen. Wir haben jetzt ideale Werte und liegen dauerhaft im grünen Bereich. Nicht einmal bei Starkregen muss ich mir Sorgen machen, obwohl unsere Nachklärung recht klein dimensioniert ist“, sagt der Betriebsleiter. Auch das Wasserwirtschaftsamt bestätigt ihm, dass alles in Ordnung ist, obwohl die Teichanlage oft an der Grenze ihrer Belastungsfähigkeit fährt. Ohne VTA wäre ein Umbau in größerem Stil bzw. ein Neubau auf längere Sicht wohl nicht zu vermeiden.

Praxisbericht aus dem Wissensmagazin der VTA Gruppe „Der Laubfrosch“, Ausgabe 69
Hubert Haaß - Betriebsleiter Klärwerk Oberau
Hubert Haaß
Betriebsleiter Klärwerk Oberau

„Die Reinigungsleistung ist bei Stickstoff um 25 % gestiegen, bei CSB sogar um 30 %. Wir fahren jetzt absolut betriebssicher.“

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