Ultraschall als Highlight

VTA GSD Anlage in Polen

Eine Groß-Kläranlage im Südosten Polens wurde grundlegend umgestaltet. In der neuen Schlammlinie arbeiten nun zwei Ultraschall-GSD-Reaktoren von VTA – mit bestechender Wirkung und dazu auch noch höchst wirtschaftlich.

Im Lauf der Jahrhunderte von Polen, Ukrainern, Russen und Österreichern regiert: Die Stadt Chelm nahe Lublin hat nicht nur eine bewegte Geschichte, sondern fiel lange Zeit auch durch eine abwassertechnische Besonderheit auf: Mit rund 125.000 EW war das örtliche Klärwerk das größte Polens ohne Faulung. 2013 wurde beschlossen, die Anlage von Grund auf zu erneuern. Sie sollte nicht nur mit einer Faulung ausgestattet werden, sondern auch mit einer Klärschlamm-Desintegration. Bei deren internationaler Ausschreibung setzte sich das VTA-Konzept als bestes durch.

Die patentierte GSD-Desintegrationstechnologie von VTA sorgt durch die Vorbehandlung des Überschussschlamms mittels Ultraschall dafür, dass die organische Masse in der Faulung schneller und letztlich auch besser abgebaut wird. Das bedeutet mehr Gasausbeute, weniger Schlammanfall und bessere Voraussetzungen für die Entwässerung.

Darüber hinaus ermöglicht diese Technologie, die heute den aktuellen Stand der Technik markiert, die Größe der Faulbehälter schon bei der Kläranlagenplanung auf ein Minimum zu reduzieren, was enorme Bau- und folglich auch Betriebskosten spart. Das galt auch für die Kläranlage Chelm. Dort ging die VTA GSD-Anlage 2015 in Betrieb. Sie besteht aus zwei Reaktoren mit insgesamt 22 Ultraschallschwingern. Bei dieser Größe ist es möglich, bis zu 100 Prozent des anfallenden Überschussschlamms zu behandeln.

ENTWÄSSERUNG „EXORBITANT GUT“

Fazit nach rund einem Jahr Betrieb: Zwar gibt es keine Vergleichszahlen, da Chelm vor dem Umbau ja keine Faulung hatte. „Aber man kann sagen, dass das Entwässerungsergebnis einer Zentrifuge mit 30 Prozent im Jahresdurchschnitt exorbitant gut ausfällt, und das bei einem Verbrauch an Flockungshilfsmitteln von nur sieben bis acht Gramm pro Kilogramm TR“, sagt DI Dr. Bernhard Eder, Leiter Forschung und Entwicklung bei VTA Technologie.

Während der Inbetriebnahme wurden mehrere Schlammproben vor und nach der VTA-Ultraschall-Desintegration genommen und visuell wie auch analytisch miteinander verglichen. Alleine rein optisch ist der Unterschied bemerkenswert. Dieser Grad an Viskosität und vor allem ein Zellaufschluss werden in dieser Form nur mit einer Ultraschallbehandlung erreicht.

Praxisbericht aus dem Wissensmagazin der VTA Gruppe „Der Laubfrosch“, Ausgabe 73

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